Metalltreppen – von damals bis heute, Arten und Einsatzbereiche
Treppen sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Wenn immer es um die Überwindung von größeren Höhenunterschieden geht, ist die Treppe allgegenwärtig. Die Geschichte der Treppe geht weit zurück, denn schon in frühen Siedlungsdörfern lassen sich treppenähnliche Gebilde nachweisen. In der Antike gewann die Treppe zusätzlich Verwendung als Statussymbol und fand Einsatz an herrschaftlichen Villen aber auch bei den beliebten Stadien, wo die Stufen sowohl zur Überwindung der Höhe als auch zum Sitzen benutzt wurden. Auch die herrschaftlichen griechischen und römischen Tempel waren meist höher gebaut und nur über eine überdimensionale Treppe zu erreichen. Im Barock wurden die Treppen üblicherweise entsprechend dem Baustil sehr prunkvoll und pompös ausgestaltet, was insbesondere in den Schlössern der damaligen Zeit zu beobachten ist.
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Während in der Geschichte der Treppe hauptsächlich Holz und Stein als Baumaterial in Betracht gezogen wurden, so gewann Metall mit der Industrialisierung für den Treppenbau immer mehr an Bedeutung. Während die ersten Metalltreppen aus Gusseisen gefertigt wurden, die in der Herstellung durch das Gießen mehrerer Teilstücke und das anschließende Verbinden der Teilstücke durch aufwendiges Schweißen, sehr arbeits- und zeitintensiv waren, so werden Metalltreppen heute vorwiegend aus Stahl und Edelstahl angefertigt.
Eine Unterscheidung der Metalltreppen kann ebenso wie bei den Holz- und Steintreppen entsprechend Ihrer Form und Bauweise vorgenommen werden. Nach der Formgebung erfolgt eine grobe Unterscheidung in geradläufige und gewendelte Treppen. Geradläufige Treppen sind am weitesten verbreitet. Sie haben gerade Treppenläufe und alle Stufen weisen dieselbe Form und Auftrittsbreite auf. Bei gewünschten Richtungsänderungen der Treppen kommen Treppenabsätze zum Einsatz. Alle nicht geradläufigen Treppen werden als gewendelte Treppen bezeichnet. Der gebogene Treppenlauf führt zu unterschiedlich großen Treppenauftritten, welche von der Außenwand der Treppe zum Treppeninneren, auch als Treppenauge bezeichnet, einen Übergang von breit zu sehr schmal aufzeigen.
Neben der Formgebung erfolgt eine weitere Unterscheidung entsprechend der Konstruktion und Bauweise. Die häufigste Unterscheidung erfolgt hierbei in Holmtreppen und Wangentreppen. Metallholmtreppen weisen ein oder zwei tragende Balken auf, was zu einer hohen Stabilität aber auch zur Einsparung von Material führt. Besondere Arten sind hierbei die Zweiholmtreppe mit zwei tragenden Balken und die Mittelholmtreppe mit einem tragenden Balken in der Mitte.
Bei einer Metallwangentreppe sind die Stufen seitlich von zwei balkenartigen Metallpfosten begrenzt, welche als Wangen bezeichnet werden. Je nachdem, welche Wange die Stufen trägt, wird in eine wandseitige Wange oder eine Freiwange unterschieden. Im Vergleich zu einer Wangentreppe aus Holz können die Wangen bei Metallwangentreppen meist kleiner, natürlich immer in Abhängigkeit von der zu tragenden Last, gewählt werden. Auch auf die üblichen Setzstufen bei Wangentreppen wird bei Metallwangentreppen meist verzichtet.
Bei Metalltreppen sind die tragenden Teile immer aus Metall, heute meist Profilstahl oder Stahlrohr, gefertigt. Die Stufen bestehen häufig aus Gitterrosten oder Riffelblechen, wobei hierbei auch auf andere Materialien wie Holz, Stein oder begehbares Glas zurückgegriffen werden kann. Für Treppengeländer und Handläufe wird meist Stahl verwendet. Aber auch hier sind Kombinationen mit Materialien wie Holz oder Glas möglich.
Metalltreppen kommen heute sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zum Einsatz, ganz gleich ob im privaten oder im beruflichen Umfeld. Stahltreppen finden häufig als Not- oder Feuertreppen Verwendung. Im Außenbereich werden im Vergleich zum Innenbereich generell Metallstufen verarbeitet, da diese Gitterroste oder geriffelten oder gelochten Bleche auch bei schlechten Witterungsverhältnissen trittsicher und zu einem hohen Maß auch rutschfest bleiben. Meist kommt hier feuerverzinkter Stahl zum Einsatz. Im Außenbereich ist eine Ausstattung mit einem entsprechenden Korrosionsschutz notwendig, damit den verschiedenen Wetterverhältnissen Stand gehalten werden kann.
In Bereichen, in denen eine besondere Hygiene erforderlich ist, wie Bereiche zur Lebensmittelfertigung oder in Laboren, fällt die Wahl meist auf Edelstahltreppen, da diese sehr leicht zu reinigen sind und keine Nährböden für Keime bieten.
Soll eine Treppe repräsentativ wirken, kommt ebenfalls Edelstahl vermehrt zum Einsatz. Eine Edelstahltreppe verleiht dem Raum ein modernes und edles Erscheinungsbild. Generell verbinden Metalltreppen Zweckmäßigkeit mit exklusivem Design, sind flexibel einsetzbar und können entsprechend dem jeweiligen Geschmack und den jeweiligen Wünschen gestaltet werden. Auch im privaten Bereich sind Metalltreppen eine gute Alternative zu den meist verwendeten Holztreppen.
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